Wiesbaden: Eingeschränkter Krankenhausbetrieb nach IT-Störung
In Wiesbaden ist der Betrieb in einem Krankenhaus erheblich eingeschränkt worden, nachdem es zu einer massiven IT-Störung gekommen ist. Teile der Klinik mussten ihren Ablauf umstellen, geplante Behandlungen wurden verschoben, und die Versorgung konzentriert sich aktuell vor allem auf Notfälle. Der Vorfall zeigt erneut, wie verwundbar medizinische Einrichtungen bei Ausfällen ihrer digitalen Infrastruktur sind.
IT-Ausfall legt zentrale Klinikbereiche teilweise lahm
Nach Angaben der Klinikleitung kam es zu einer gravierenden Störung der informationstechnischen Systeme, die zahlreiche Arbeitsabläufe im Krankenhaus beeinträchtigt. Elektronische Patientenakten, Terminplanung und Kommunikationswege zwischen den Stationen waren nur eingeschränkt oder zeitweise gar nicht nutzbar. In der Folge mussten Bereiche des regulären Betriebs heruntergefahren und Prioritäten neu gesetzt werden.
Die Klinik reagierte mit einem Notfallkonzept: Wichtige Behandlungen und akute Fälle werden weiterhin versorgt, weniger dringliche Eingriffe und Untersuchungen hingegen verschoben. Mitarbeitende griffen teilweise auf analoge Dokumentation zurück, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. Die Verantwortlichen betonen, dass die Patientensicherheit oberste Priorität habe, auch wenn Abläufe deutlich langsamer und umständlicher seien.
Notfallversorgung gesichert, planbare Eingriffe verschoben
Während die Notaufnahme und die Intensivmedizin nach Klinikangaben funktionsfähig bleiben, sind planbare Eingriffe und Routineuntersuchungen stark betroffen. Patientinnen und Patienten wurden informiert, dass Termine kurzfristig abgesagt oder auf einen späteren Zeitpunkt verlegt werden müssen. Wer neu einen Termin vereinbaren möchte, muss sich auf Verzögerungen einstellen.
- Notfälle und dringliche Behandlungen werden weiterhin angenommen.
- Elektive Operationen und Routinechecks werden, wo möglich, verlegt.
- Ambulante Bereiche arbeiten mit reduziertem Programm.
Die Krankenhausleitung bittet Betroffene darum, vor einem geplanten Besuch Kontakt mit der Klinik aufzunehmen, um den aktuellen Stand zu klären. So sollen unnötige Anfahrten und Wartezeiten vermieden werden.
Suche nach Ursache und mögliche Hintergründe der Störung
Fachleute der IT-Abteilung und externe Spezialisten arbeiten daran, die genaue Ursache des Ausfalls zu identifizieren und die Systeme schrittweise wiederherzustellen. Ob ein technischer Defekt, ein Softwareproblem oder ein sicherheitsrelevanter Vorfall zugrunde liegt, war zunächst unklar. Die Klinik steht im engen Austausch mit den zuständigen Behörden und, soweit erforderlich, mit Datenschutzstellen.
Krankenhäuser gelten seit Jahren als kritische Infrastruktur. Entsprechend streng sind die Vorgaben für IT-Sicherheit und Ausfallschutz. Dennoch zeigen Vorfälle wie dieser, dass selbst umfangreiche Schutzmaßnahmen Störungen nicht vollständig verhindern können. Die Verantwortlichen kündigten an, nach Abschluss der Analyse auch die eigenen Prozesse zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen.
Belastung für Personal und Patienten in Wiesbaden
Für das medizinische und pflegerische Personal bedeutet der IT-Ausfall eine deutliche Mehrbelastung. Viele Abläufe, die sonst digital unterstützt werden, müssen nun manuell koordiniert und dokumentiert werden. Das kostet Zeit und erfordert zusätzliche Abstimmung zwischen den Stationen. Gleichzeitig wächst der Druck, die Versorgung trotz der Einschränkungen möglichst stabil zu halten.
Auch für die Patientinnen und Patienten in Wiesbaden ist die Situation belastend. Verunsicherung über verschobene Eingriffe, längere Wartezeiten und eingeschränkte Erreichbarkeit der Klinik führen zu zusätzlichem Informationsbedarf. Die Krankenhausleitung versucht, mit regelmäßigen Updates und direkter Ansprache für Transparenz zu sorgen, solange die Störung andauert.
Wie es weitergeht und worauf Betroffene achten sollten
Die Wiederherstellung der IT-Systeme erfolgt schrittweise. Erst wenn zentrale Anwendungen stabil laufen und Sicherheitsfragen geklärt sind, soll der Regelbetrieb wieder vollständig aufgenommen werden. Konkrete Zeitangaben sind derzeit schwierig, da die technische Fehleranalyse noch läuft.
Betroffenen wird empfohlen, vor geplanten Behandlungen die entsprechenden Fachabteilungen telefonisch oder per E-Mail zu kontaktieren und auf aktuelle Hinweise der Klinik zu achten. Notfälle sollten wie gewohnt über den Rettungsdienst oder die Notaufnahme versorgt werden. Die Stadt und die Gesundheitsbehörden beobachten die Lage, um bei Bedarf unterstützend einzugreifen.
Quellen und weiterführende Informationen
- https://www.faz.net
- https://www.tagesschau.de
- https://www.bmi.bund.de
- https://www.bsi.bund.de
- https://www.hessen.de
Quelle: FAZ

