IT-Störung legt Teile des Betriebs im Helios HSK Wiesbaden lahm
Eine massive IT-Störung hat am Mittwoch den Klinikbetrieb im Helios Dr. Horst Schmidt Kliniken (HSK) Wiesbaden erheblich beeinträchtigt. Notfälle werden zwar weiterhin versorgt, doch zahlreiche geplante Behandlungen und Operationen mussten verschoben werden. Die Klinik arbeitet mit Hochdruck daran, die Systeme wieder voll funktionsfähig zu machen.
Eingeschränkter Betrieb in Wiesbadener Krankenhaus
Nach Angaben der Klinik kam es am Mittwochmorgen zu einem umfassenden Ausfall zentraler IT-Systeme. Betroffen sind unter anderem Programme für Patientenverwaltung, Dokumentation und Ablaufplanung. Aus Sicherheitsgründen wurden Teile der digitalen Infrastruktur vom Netz genommen.
Die Folge: Der Regelbetrieb im Wiesbadener Krankenhaus ist deutlich eingeschränkt. Planbare Eingriffe werden überprüft und teilweise verlegt, während dringende Behandlungen priorisiert abgearbeitet werden. Die Klinik spricht von erheblichen organisatorischen Herausforderungen, betont aber, dass die medizinische Versorgung von Notfallpatienten sichergestellt bleibt.
Notfallversorgung gesichert, planbare Eingriffe betroffen
Die Helios HSK nehmen weiterhin Notfälle auf. Rettungsdienste können das Krankenhaus anfahren, und auch Geburten werden wie gewohnt betreut. Der Fokus liegt derzeit auf akut gefährdeten Patientinnen und Patienten.
- Notfallversorgung und Intensivmedizin laufen weiter
- Ambulante Termine werden überprüft und teils verschoben
- Elektive Operationen sind von Absagen besonders betroffen
Patientinnen und Patienten werden gebeten, vor geplanten Terminen Kontakt mit der Klinik aufzunehmen, um zu klären, ob Behandlungen wie vorgesehen stattfinden können. Die Krankenhausleitung bittet zugleich um Verständnis für längere Wartezeiten und organisatorische Umstellungen.
Ursache der IT-Störung noch unklar
Zur konkreten Ursache der IT-Störung machte das Wiesbadener Krankenhaus zunächst keine detaillierten Angaben. Nach aktuellem Stand gibt es jedoch keine Hinweise darauf, dass Patientendaten kompromittiert wurden. Externe IT-Expertinnen und -Experten unterstützen die Klinik bei der Analyse und Fehlerbehebung.
Die Helios-Gruppe betont, dass IT-Sicherheit und Ausfallschutz hohe Priorität haben. Dennoch zeigen Vorfälle wie dieser, wie abhängig moderne Kliniken von stabilen digitalen Systemen sind. Schon kleinere Störungen können Abläufe verzögern, großflächige Ausfälle wie in Wiesbaden bringen ganze Bereiche zeitweise zum Stillstand.
Belastungsprobe für Personal und Patienten
Für das medizinische Personal bedeutet die IT-Störung eine erhebliche Mehrbelastung. Viele Prozesse, die sonst digital ablaufen, müssen nun vorübergehend analog organisiert werden. Das betrifft etwa Dokumentation, Medikamentenbestellung oder die Koordination von Untersuchungen.
Auch für Patientinnen und Patienten ist die Lage spürbar: Termine werden kurzfristig verlegt, Abläufe dauern länger, und Informationen stehen nicht wie gewohnt in Echtzeit zur Verfügung. Die Klinik versichert, dass die medizinische Qualität der Behandlung trotz der Einschränkungen im Mittelpunkt steht.
Wie es in den kommenden Tagen weitergeht
Ein genauer Zeitpunkt für die vollständige Wiederherstellung aller Systeme lässt sich derzeit noch nicht nennen. Die Verantwortlichen gehen davon aus, dass der Betrieb schrittweise stabilisiert wird, sobald einzelne IT-Komponenten wieder sicher zugeschaltet werden können.
Bis dahin bleibt der Aufruf an Patientinnen und Patienten bestehen, sich vorab über den Status ihrer geplanten Behandlungen zu informieren. Die Klinik will regelmäßig über den Stand der Störungsbeseitigung informieren und betont, dass die Versorgung kritischer Fälle jederzeit gewährleistet ist.
Quellen und weiterführende Informationen
- https://www.helios-gesundheit.de
- https://www.hsk-wiesbaden.de
- https://www.bsi.bund.de
- https://www.aerzteblatt.de
- https://www.hessen.de
Quelle: wnoz.de

