Google stopft zwei kritische 0-Day-Lücken in Android 13 bis 16
Google hat ein wichtiges Sicherheitsupdate für Android veröffentlicht, das zwei aktiv ausgenutzte 0-Day-Schwachstellen schließt. Betroffen sind zahlreiche Geräte mit Android 13, Android 14 und sogar der kommenden Generation Android 15 bzw. Android 16. Nutzerinnen und Nutzer sollten die aktuellen Patches so schnell wie möglich installieren, um sich vor gezielten Angriffen zu schützen.
Was hinter den neuen Android-0-Day-Lücken steckt
Im aktuellen Android-Sicherheitsbulletin weist Google auf zwei besonders brisante Schwachstellen hin, die bereits im Umlauf sind und von Angreifern aktiv missbraucht werden. Beide Lücken werden als 0-Day eingestuft, weil sie ausgenutzt wurden, bevor ein offizieller Patch bereitstand.
- Eine Schwachstelle erlaubt es laut Google, Schadcode mit erhöhten Rechten auf betroffenen Geräten auszuführen.
- Die zweite Lücke kann zur Umgehung von Sicherheitsmechanismen und zur Ausweitung von Berechtigungen genutzt werden.
Die Fehler stecken in zentralen Komponenten des Betriebssystems und betreffen daher eine große Bandbreite an Smartphones und Tablets. Angreifer können unter bestimmten Bedingungen die Kontrolle über das System erlangen, Daten auslesen oder weitere Malware nachladen.
Welche Android-Versionen und Geräte betroffen sind
Die Sicherheitslücken betreffen Android 13, Android 14 sowie die aktuelle Entwicklungsbasis für Android 15 und Android 16. Damit sind nicht nur ältere, sondern auch sehr aktuelle Geräte potenziell verwundbar. Wie stark ein Gerät konkret gefährdet ist, hängt davon ab, ob der Hersteller die neuesten Sicherheitspatches bereits integriert und verteilt hat.
Google versorgt seine eigenen Pixel-Modelle traditionell zuerst mit Updates. Für viele andere Geräte – etwa von Samsung, Xiaomi, OnePlus oder anderen Marken – rollen die Hersteller die Patches zeitversetzt aus. Nutzer sollten daher regelmäßig nach neuen Systemaktualisierungen suchen.
Nur Geräte mit dem aktuellen Android-Sicherheitsstand sind vor den jetzt bekannten 0-Day-Angriffen zuverlässig geschützt.
Details zum Sicherheitsupdate und Patch-Level
Das Sicherheitsupdate wird über den monatlichen Patch-Zyklus von Google bereitgestellt. Entscheidend ist dabei der sogenannte Sicherheits-Patch-Level, der in den Einstellungen des Geräts angezeigt wird. Für die Beseitigung der neu entdeckten 0-Day-Lücken ist ein aktueller Patch-Level erforderlich, der die von Google veröffentlichten Fixes enthält.
- Der Patch wird über das reguläre OTA-Update (Over-the-Air) verteilt.
- Für Pixel-Geräte stellt Google die Images zusätzlich auf der eigenen Website bereit.
- Hersteller anderer Android-Geräte integrieren die Patches in ihre eigenen Firmware-Versionen.
Google veröffentlicht parallel ein detailliertes Sicherheitsbulletin, in dem die Schwachstellen mit CVE-Nummern beschrieben und in ihrer Schwere klassifiziert werden. Dort wird auch aufgeführt, welche Komponenten konkret betroffen sind und welche Android-Versionen die Patches enthalten.
Was Android-Nutzer jetzt tun sollten
Um das Risiko durch die beiden 0-Day-Lücken zu minimieren, sollten Nutzerinnen und Nutzer umgehend prüfen, ob ein Systemupdate verfügbar ist. Das geschieht in der Regel über die Geräteeinstellungen im Bereich System oder Softwareupdate. Steht ein Update bereit, sollte es ohne Verzögerung installiert werden.
Zusätzlich empfiehlt es sich, einige grundlegende Sicherheitsregeln zu beachten:
- Apps nur aus offiziellen Quellen wie dem Google Play Store installieren.
- Auf die Berechtigungen von Apps achten und unnötige Freigaben einschränken.
- Verdächtige Links in E-Mails, Messengern oder SMS meiden.
- Regelmäßig prüfen, ob der Sicherheits-Patch-Level auf dem neuesten Stand ist.
Wer ein älteres Gerät nutzt, das keine Sicherheitsupdates mehr erhält, sollte mittelfristig über einen Gerätewechsel nachdenken. Ohne aktuelle Patches steigt das Risiko, Opfer von Angriffen über bekannte Schwachstellen zu werden.
Ausblick: Sicherheitsstrategie rund um Android 15 und Android 16
Die jetzt geschlossenen 0-Day-Lücken zeigen, wie stark Android im Fokus professioneller Angreifer steht. Mit jeder neuen Version – von Android 13 über Android 14 bis hin zu Android 15 und Android 16 – baut Google zusätzliche Sicherheitsfunktionen ein, etwa strengere Rechteverwaltung, verbesserte Speicherisolation und härtere Prüfungen für Apps.
Gleichzeitig bleibt der Erfolg dieser Maßnahmen davon abhängig, wie schnell Hersteller und Mobilfunkanbieter die Patches verteilen. Für Unternehmen, die viele Android-Geräte im Einsatz haben, wird ein strukturiertes Patch-Management daher immer wichtiger. Mobile-Device-Management-Lösungen können helfen, den Update-Status zentral zu überwachen und Sicherheitsrichtlinien durchzusetzen.
Auch Privatanwender profitieren von dieser Entwicklung, sofern sie Geräte wählen, deren Hersteller für eine lange und verlässliche Update-Versorgung bekannt sind. So lassen sich kritische 0-Day-Lücken schneller schließen und das Risiko erfolgreicher Angriffe deutlich reduzieren.
Quellen und weiterführende Informationen
- https://source.android.com
- https://www.android.com
- https://www.heise.de
- https://www.bsi.bund.de
- https://www.kaspersky.de
Quelle: PC-WELT

