IT-Störung im Wiesbadener Krankenhaus Helios Dr. Horst Schmidt Kliniken behoben
Nach einer massiven IT-Störung in den Helios Dr. Horst Schmidt Kliniken in Wiesbaden läuft der Krankenhausbetrieb wieder weitgehend normal. Die Klinikleitung meldet, dass zentrale Systeme stabilisiert wurden und die Versorgung der Patienten gesichert ist. Dennoch arbeiten Fachleute weiterhin daran, letzte Einschränkungen zu beseitigen und die Ursachen der Panne vollständig aufzuklären.
IT-Ausfall legte zentrale Kliniksysteme zeitweise lahm
In den vergangenen Tagen war es in dem Wiesbadener Krankenhaus zu erheblichen Beeinträchtigungen der digitalen Infrastruktur gekommen. Betroffen waren unter anderem Dokumentations- und Kommunikationssysteme, die für den Klinikalltag eine zentrale Rolle spielen. Nach Angaben der Helios Dr. Horst Schmidt Kliniken wurden Notfall- und Akutpatienten zwar durchgehend behandelt, interne Abläufe mussten jedoch zeitweise auf analoge Verfahren umgestellt werden.
Die Klinik reagierte mit einem internen Krisenstab und enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden. Termine wurden überprüft, einzelne planbare Eingriffe verschoben und Abläufe angepasst, um die Patientensicherheit jederzeit zu gewährleisten. Von einem vollständigen Stillstand des Krankenhausbetriebs war demnach keine Rede, doch die IT-Störung sorgte für spürbare Verzögerungen und Mehraufwand im medizinischen Personal.
Ursache der Störung und laufende Analysen
Zur konkreten Ursache der IT-Störung in dem Wiesbadener Krankenhaus äußert sich der Betreiber bislang zurückhaltend. Fachleute der Helios-Gruppe sowie externe IT-Experten analysieren die Protokolle und Systemkomponenten, um den Auslöser eindeutig zu identifizieren. Im Fokus stehen sowohl technische Defekte als auch mögliche sicherheitsrelevante Vorfälle, wie sie im Gesundheitswesen in den vergangenen Jahren häufiger aufgetreten sind.
Nach aktuellem Stand gebe es keine Hinweise darauf, dass Patientendaten dauerhaft verloren gegangen seien, heißt es aus Klinik- und Betreiberkreisen. Die Wiederherstellung der Systeme erfolgte schrittweise, um Stabilität und Datensicherheit zu gewährleisten. Erst nachdem zentrale Anwendungen erfolgreich getestet waren, wurde der Regelbetrieb in den Helios Dr. Horst Schmidt Kliniken wieder hochgefahren.
Auswirkungen auf Patienten und Klinikbetrieb
Für Patienten in Wiesbaden hatte die IT-Störung spürbare, aber begrenzte Folgen. Notaufnahmen und lebenswichtige Behandlungen blieben jederzeit in Betrieb, während nicht dringliche Untersuchungen teilweise neu terminiert wurden. Die Klinik informierte Betroffene nach eigenen Angaben fortlaufend über Änderungen und setzte auf zusätzliche Kommunikationswege, um Unsicherheiten zu vermeiden.
- Notfallversorgung blieb aufrechterhalten
- Planbare Eingriffe wurden im Einzelfall verschoben
- Dokumentation erfolgte zeitweise auf Papier
- Telefonische Auskünfte wurden verstärkt genutzt
Das Wiesbadener Krankenhaus betont, dass die Patientensicherheit während der gesamten IT-Störung oberste Priorität hatte. Interne Abläufe wurden laufend überprüft, und zusätzliche Kontrollen sollten verhindern, dass es zu Behandlungsfehlern durch fehlende digitale Informationen kommt.
Lehren für die digitale Infrastruktur im Gesundheitswesen
Der Vorfall in den Helios Dr. Horst Schmidt Kliniken macht deutlich, wie abhängig moderne Krankenhäuser von stabilen IT-Strukturen sind. Fällt die digitale Infrastruktur aus, müssen Kliniken innerhalb kürzester Zeit auf Notfallpläne umschalten. Der Betreiber will nach eigenen Angaben die bestehenden Schutz- und Backup-Konzepte überprüfen und, wo nötig, nachschärfen.
Branchenexperten verweisen darauf, dass Krankenhäuser in ganz Deutschland ihre Systeme gegen Störungen und Angriffe weiter härten müssen. Dazu gehören redundante Serverstrukturen, regelmäßige Sicherheitsupdates und klar definierte Notfallprozeduren. Der Fall in Wiesbaden dürfte in vielen Häusern als Anlass dienen, eigene IT-Konzepte kritisch zu hinterfragen und zu modernisieren.
Quellen und weiterführende Informationen
- https://www.helios-gesundheit.de
- https://www.bmi.bund.de
- https://www.bsi.bund.de
- https://www.kbv.de
- https://www.gesundheitswesen.de
Quelle: WELT

