IT-Störung in der Kreisverwaltung Wittenberg: Verwaltung arbeitet weiter im Notbetrieb
Die Kreisverwaltung Wittenberg kämpft weiterhin mit den Folgen einer massiven IT-Störung. Zahlreiche digitale Fachverfahren sind nur eingeschränkt oder gar nicht verfügbar, viele Abläufe müssen improvisiert werden. Dennoch bleibt die Verwaltung arbeitsfähig und versucht, zentrale Dienstleistungen für Bürgerinnen und Bürger so gut wie möglich aufrechtzuerhalten.
Aktueller Stand der IT-Störung im Landkreis Wittenberg
Nach Angaben des Landkreises Wittenberg ist die IT-Infrastruktur der Kreisverwaltung seit mehreren Tagen erheblich beeinträchtigt. Ursache ist eine schwerwiegende Störung im internen Netzwerk, die dazu führt, dass zentrale Systeme und Anwendungen zeitweise nicht erreichbar sind. Die Verwaltung spricht von einem anhaltenden Ausnahmezustand, betont aber, dass der Dienstbetrieb nicht vollständig zum Erliegen gekommen ist.
Besonders betroffen sind digitale Fachverfahren, die für die Bearbeitung von Anträgen und Bescheiden benötigt werden. Dadurch kommt es in mehreren Bereichen zu Verzögerungen und eingeschränkten Öffnungszeiten. Der Landkreis bittet die Bevölkerung um Verständnis und darum, nur dringende Anliegen persönlich vor Ort zu klären.
Welche Bereiche der Kreisverwaltung besonders betroffen sind
Die IT-Störung wirkt sich auf unterschiedliche Teile der Kreisverwaltung aus. Nicht alle Ämter sind gleichermaßen betroffen, dennoch spüren Bürgerinnen und Bürger die Folgen in mehreren Bereichen des öffentlichen Dienstes.
- Verzögerte Bearbeitung von Anträgen, Bescheiden und Genehmigungen
- Eingeschränkte Terminvergabe und teilweise längere Wartezeiten
- Nur begrenzter Zugriff auf digitale Akten und Datenbanken
- Kommunikation mit der Verwaltung teils nur telefonisch oder persönlich möglich
Der Landkreis weist darauf hin, dass insbesondere komplexe Verfahren, die auf mehrere IT-Systeme zugreifen, derzeit nur eingeschränkt bearbeitet werden können. Einfache Auskünfte und Standardvorgänge versucht die Verwaltung weiterhin zeitnah zu erledigen.
Notfallmaßnahmen und Übergangslösungen der Verwaltung
Um die wichtigsten Aufgaben der Daseinsvorsorge sicherzustellen, hat die Kreisverwaltung Wittenberg interne Notfallpläne aktiviert. Mitarbeitende greifen verstärkt auf analoge Verfahren zurück, etwa auf Papierakten, manuelle Erfassungen und alternative Kommunikationswege. Ziel ist es, die Handlungsfähigkeit der Verwaltung zu sichern, bis die IT-Störung vollständig behoben ist.
Nach Angaben des Landkreises wurden zudem externe Fachleute hinzugezogen, um die Ursache der Störung zu analysieren und die Systeme schrittweise zu stabilisieren. Parallel dazu laufen Sicherungs- und Prüfprozesse, um die Integrität der Daten zu gewährleisten. Die Verwaltung betont, dass Datenschutz und Datensicherheit während aller Maßnahmen höchste Priorität haben.
Was Bürgerinnen und Bürger jetzt beachten sollten
Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Wittenberg müssen sich weiterhin auf Beeinträchtigungen im Kontakt mit der Verwaltung einstellen. Wer ein Anliegen hat, sollte sich vorab informieren, ob der zuständige Bereich erreichbar ist und welche Leistungen aktuell angeboten werden können.
- Prüfen, ob Anliegen aufschiebbar sind oder telefonisch geklärt werden können
- Für persönliche Vorsprachen möglichst vorab Kontakt aufnehmen
- Mit längeren Bearbeitungszeiten und Wartephasen rechnen
- Aktuelle Hinweise des Landkreises regelmäßig verfolgen
Der Landkreis Wittenberg kündigt an, die Öffentlichkeit fortlaufend über den Stand der IT-Störung und die Wiederherstellung der Systeme zu informieren. Sobald zentrale Fachverfahren wieder stabil laufen, sollen die regulären Abläufe schrittweise aufgenommen werden.
Ausblick: Wiederanlauf der IT-Systeme und Lehren aus der Störung
Ein konkreter Zeitpunkt für die vollständige Behebung der IT-Störung in der Kreisverwaltung Wittenberg steht noch nicht fest. Die Verantwortlichen gehen von einem schrittweisen Wiederanlauf der Systeme aus. Zunächst sollen kritische Anwendungen für die öffentliche Verwaltung wieder stabil verfügbar gemacht werden, bevor nach und nach alle weiteren Fachverfahren folgen.
Die aktuelle Lage zeigt, wie abhängig moderne Verwaltungen von funktionierenden IT-Strukturen sind. Der Landkreis Wittenberg will nach Abschluss der Störungsbeseitigung die eigenen Prozesse und Sicherheitskonzepte überprüfen, um die digitale Resilienz zu stärken und künftige Ausfälle besser abfangen zu können.
Quellen und weiterführende Informationen
- https://www.landkreis-wittenberg.de
- https://www.sachsen-anhalt.de
- https://www.bmi.bund.de
- https://www.bsi.bund.de
- https://www.deutschland.de
Quelle: Landkreis Wittenberg

