
Mercedes-Benz holt Wayve AI Driver in künftige Serienfahrzeuge
Mercedes-Benz erweitert seine Strategie für automatisiertes Fahren um einen weiteren KI-Partner. Der Autobauer und das britische Unternehmen Wayve haben eine Produktionsvereinbarung für den Wayve AI Driver geschlossen. Die Technik soll innerhalb der nächsten zwei Jahre in künftige Mercedes-Fahrzeuge integriert werden.

KI-Software läuft auf Mercedes-Architektur
Nach Angaben der Unternehmen wurde Wayves System bereits in die Mercedes-Produktionsarchitektur mit eigener Hardware, dem Betriebssystem MB.OS und den Karten-Schnittstellen integriert. Vorgesehen ist zunächst eine fortgeschrittene Punkt-zu-Punkt-Fahrassistenz für Stadt- und Autobahnverkehr.
Wichtig ist die Abgrenzung: Die bisher beschriebenen Funktionen sind Fahrassistenz und kein Freibrief für vollständig fahrerloses Fahren im normalen Straßenverkehr. Fahrer bleiben abhängig von System, Zulassung und Einsatzgebiet verantwortlich. Ein konkretes Serienmodell nennen Mercedes und Wayve bislang nicht.

Wayve setzt auf lernendes End-to-End-System
Wayve verfolgt einen datengetriebenen Ansatz. Das System soll Fahrverhalten aus großen Datenmengen lernen und ohne die starke Abhängigkeit von hochauflösenden Spezialkarten oder festen Geofences auskommen. Trainiert wird nach Angaben des Unternehmens auf Nvidia-Infrastruktur in Microsoft Azure.
Für Mercedes ist die Vereinbarung nicht die einzige Schiene beim automatisierten Fahren. Der Hersteller arbeitet parallel mit weiteren Technologiepartnern und eigenen Systemen. Das reduziert die Abhängigkeit von einer einzigen Softwareplattform, macht den Vergleich der späteren Funktionen aber auch komplexer.

Serienstart innerhalb von zwei Jahren geplant
Die Unternehmen nennen einen Zeitraum von „innerhalb der nächsten zwei Jahre“ für erste Kundenfunktionen. Details zu Modellen, Märkten, Preisen oder dem exakten SAE-Automatisierungslevel stehen noch aus.
Quellen: Reuters, Wayve Media Centre



