
Windows 11 26H2 als ISO installieren: Upgrade ohne Datenverlust richtig starten
Windows 11 26H2 lässt sich inzwischen offiziell als ISO-Datei herunterladen. Der entscheidende Unterschied liegt nicht beim Download, sondern beim Start der Installation: Wer Windows im laufenden Betrieb mit setup.exe aktualisiert, kann unter geeigneten Bedingungen Programme, Einstellungen und Dateien übernehmen. Wer dagegen vom USB-Stick bootet und die Systempartition neu formatiert, führt eine Neuinstallation durch.
Vor dem Download: Brauchst du die ISO überhaupt?
Microsoft verteilt Version 26H2 schrittweise. Auf kompatiblen Rechnern mit 24H2 oder 25H2 ist der Wechsel gewöhnlich deutlich kleiner als eine vollständige Windows-Neuinstallation. Deshalb zuerst unter Einstellungen → Windows Update nachsehen. Erscheint 26H2 nicht, kann ein gestaffelter Rollout oder eine Kompatibilitätssperre dahinterstecken. Ein fehlendes Angebot ist kein Beweis für ein beschädigtes Windows.
Der ausführliche Ratgeber zum fehlenden 26H2-Update hilft beim Einordnen. Microsoft nennt außerdem bekannte Probleme und Schutzmaßnahmen.
Offizielle ISO herunterladen
- Öffne ausschließlich die offizielle Downloadseite von Microsoft.
- Wähle unter „Windows 11-Datenträgerabbild (ISO) herunterladen“ die angebotene Ausgabe und Sprache.
- Speichere die ISO auf einem internen Laufwerk mit ausreichend freiem Speicher.
- Prüfe vorher Edition, Sprache, Architektur und Hardwarekompatibilität; für Arm-PCs gelten andere Wege.

Upgrade mit Übernahme von Dateien und Apps
Erstelle eine Datensicherung. Öffne anschließend im bestehenden Windows die ISO-Datei per Doppelklick und starte setup.exe. Im Installationsassistenten ist die Auswahl Persönliche Dateien und Apps behalten entscheidend. Ist sie nicht verfügbar, Installation abbrechen und Ursache prüfen. Häufig passen Sprache oder Edition nicht zusammen – manchmal wird auch die gewählte Upgrade-Konstellation nicht unterstützt.
Vor einem Upgrade möglichst externe, nicht benötigte USB-Geräte entfernen, freien Speicher kontrollieren und den Rechner am Strom lassen. Bei verwalteten Firmen-PCs nicht eigenmächtig installieren.
Wann ein USB-Stick sinnvoller ist
Für einen defekten PC, einen Rechner ohne funktionierendes Windows oder eine bewusste Neuinstallation ist ein bootfähiger Datenträger sinnvoll. Dann muss allerdings klar sein, welche Partition Windows enthält. Ohne verlässliche Sicherung kann eine falsche Auswahl persönliche Daten kosten. Der Microsoft-Installationsassistent ist für unterstützte x64-PCs eine weitere Möglichkeit; für Arm-Geräte eignet er sich nicht.
Mein Fazit: Wer einfach nur auf 26H2 wechseln will und keine dringende Reparatur benötigt, sollte zuerst Windows Update nutzen. Die ISO ist ein gutes Werkzeug, aber keine Abkürzung, mit der sich bekannte Kompatibilitätsprobleme gefahrlos umgehen lassen.



