Microsoft zieht sich vom Namen „Copilot+ PC“ zurück – Funktionen bleiben
Microsoft verwendet den Namen „Copilot+ PC“ bei seinen neuen Surface-Geräten nicht mehr aktiv. Das hat Surface-CVP Brett Ostrum in einem Gespräch mit Windows Central bestätigt. Technisch erfüllen die Geräte weiterhin die bisherige Copilot+-Messlatte und unterstützen die entsprechenden Windows-KI-Funktionen.

Neue Surface-Geräte erfüllen die Anforderungen weiterhin
Der Unterschied liegt zunächst vor allem im Marketing. Ostrum erklärte, die neuen Modelle würden nicht „Copilot+ PCs“ genannt, erfüllten aber weiterhin die Anforderungen des bisherigen Standards. Microsoft setze weiterhin auf lokale KI und hybride Szenarien aus Gerät und Cloud.
Auch Microsofts aktuelle deutsche Vorstellung des Surface Pro 12 Zoll und Surface Laptop 13 Zoll mit Snapdragon X2 Plus konzentriert sich auf Leistung, Grafik, Akkueffizienz und lokale KI-Leistung, ohne die Geräte prominent unter dem Copilot+-Label zu vermarkten.

Was sich für Käufer tatsächlich ändert
Die Namensänderung bedeutet nicht, dass Microsoft Funktionen wie lokale NPU-Beschleunigung oder die bisher an Copilot+-Hardware geknüpften Windows-Funktionen abschaltet. Entscheidend bleibt die konkrete Hardware und welche Funktionen Microsoft für das jeweilige Gerät freigibt.
Die neuen Surface-Modelle selbst haben wir bereits ausführlich vorgestellt: Surface Pro 12 und Surface Laptop 13 mit Snapdragon X2 Plus.

Warum das Label weniger sichtbar wird
„Copilot+ PC“ wurde 2024 als eigene Geräteklasse gestartet und sollte besonders leistungsfähige NPUs sowie exklusive Windows-KI-Funktionen kennzeichnen. Inzwischen sind NPUs und lokale KI-Beschleunigung in immer mehr PC-Plattformen angekommen. Gleichzeitig wurden einzelne Vorzeigefunktionen wie Recall nach der ursprünglichen Ankündigung mehrfach überarbeitet.
Windows Central interpretiert die neue Kommunikation als Rückzug von der Marke. Microsoft selbst hat bislang keine separate Ankündigung veröffentlicht, in der das Copilot+-Programm formal eingestellt wird. Deshalb ist die präzise Einordnung: Das Label wird bei neuen Surface-Geräten nicht mehr verwendet, die technischen Fähigkeiten bleiben.
Beim Kauf besser auf Technik statt Logo achten
Für Käufer wird damit wichtiger, auf NPU-Leistung, Prozessor, RAM und die tatsächlich unterstützten Windows-Funktionen zu schauen. Ein bestimmter Marketingname ist weniger aussagekräftig als die konkrete Funktionsliste des Geräts.
Quellen: Windows Central – Interview mit Surface-CVP Brett Ostrum · Microsoft Deutschland – neue Surface-Geräte


