
Microsoft stoppt KB5002907: Office 2016 und 2019 können Lizenz verlieren
Microsoft hat die Verteilung des optionalen Updates KB5002907 vorerst gestoppt. Auslöser sind Berichte, nach denen das Update auf einzelnen PCs dauerhaft lizenzierte Office-2016- und Office-2019-Installationen deaktiviert oder teilweise entfernt hat. Das ist besonders auffällig, weil KB5002907 laut Microsoft eigentlich nur veraltete Microsoft-365-Apps wieder auf einen aktuellen Stand bringen soll.
Wofür KB5002907 gedacht ist
Microsoft beschreibt KB5002907 als optionales Update für Windows-PCs, auf denen Microsoft 365 Apps seit mehr als 90 Tagen nicht mehr aktuell sind. Es gilt für den aktuellen Kanal und den monatlichen Enterprise-Kanal. Das Paket wird zwar über Windows Update angeboten, ist aber ausdrücklich kein Betriebssystem-Update und soll nicht automatisch installiert werden.

Genau hier liegt der Widerspruch zu den aktuellen Berichten: Betroffene melden im Microsoft-Q&A-Forum, dass nach der Installation auch dauerhaft lizenzierte Versionen von Office 2016 oder Office 2019 ihre Aktivierung verloren haben oder Anwendungen verschwunden sind. BleepingComputer berichtet am 26. September, Microsoft habe die Verteilung deshalb pausiert.
Wer jetzt vorsichtig sein sollte
Wenn dir KB5002907 noch als optionales Update angeboten wird und du eine perpetual beziehungsweise dauerhaft gekaufte Office-Version verwendest, solltest du das Paket vorerst nicht manuell installieren. Nutzer mit korrekt aktualisierten Microsoft-365-Apps benötigen das Update laut Microsoft ohnehin nicht.

Wer das Update bereits installiert hat und keine Probleme feststellt, muss nicht vorsorglich Office entfernen. Fehlen dagegen Programme oder erscheint Office plötzlich als nicht aktiviert, solltest du zuerst deine installierte Edition und den Aktivierungsstatus prüfen. Halte außerdem den ursprünglichen Lizenznachweis beziehungsweise den Zugang zu deinem Microsoft-Konto bereit, bevor du Reparatur- oder Neuinstallationsschritte startest.
Was Betroffene tun können
- KB5002907 nicht erneut installieren, solange Microsoft die Ursache untersucht.
- Unter Einstellungen → Windows Update → Updateverlauf prüfen, ob das Paket installiert wurde.
- In einer noch vorhandenen Office-App unter Datei → Konto Edition und Aktivierungsstatus kontrollieren.
- Wenn Anwendungen fehlen, Office nur aus einer vertrauenswürdigen Microsoft-Quelle beziehungsweise mit dem vorhandenen Lizenzkonto neu installieren.
- Auf verwalteten Firmenrechnern keine Eigenreparaturen durchführen, sondern die IT-Abteilung einschalten.
Falls Windows Update selbst Probleme macht, findest du in unserem Windows-11-Update-Hub die wichtigsten Fehlercodes und Reparaturwege gebündelt.

Noch keine vollständige öffentliche Fehleranalyse von Microsoft
Microsofts öffentliche KB-Seite beschreibt zum jetzigen Zeitpunkt weiterhin den ursprünglichen Zweck des Updates. Eine detaillierte öffentliche Root-Cause-Analyse oder einen offiziellen Workaround für die gemeldeten Office-2016/2019-Probleme haben wir dort noch nicht gefunden. Deshalb ist wichtig, zwischen Microsofts dokumentiertem Einsatzzweck, den Nutzerberichten und dem von BleepingComputer gemeldeten Rollout-Stopp zu unterscheiden.
Quellen: Microsoft Support zu KB5002907 · BleepingComputer · Microsoft Q&A: Nutzerberichte
