
Windows Server 2022: Mainstream-Support endet am 13. Oktober
Windows Server 2022 erreicht am 13. Oktober 2026 das Ende des Mainstream-Supports. Microsoft weist Administratoren aktuell noch einmal auf den Termin hin. Das Oktober-Sicherheitsupdate ist das letzte Update innerhalb der Mainstream-Phase; danach wechselt das Serverbetriebssystem in den erweiterten Support.

Sicherheitsupdates laufen bis 2031 weiter
Das Supportende bedeutet nicht, dass Windows Server 2022 ab Oktober unsicher oder sofort unbrauchbar wird. Microsoft liefert im erweiterten Support weiterhin monatliche Sicherheitsupdates – nach aktuellem Lebenszyklus bis zum 14. Oktober 2031 und ohne zusätzliche Kosten.
Der Unterschied betrifft vor allem die Produktpflege. In der Mainstream-Phase können neben Sicherheitskorrekturen auch funktionale Änderungen und reguläre Produktverbesserungen erscheinen. Im erweiterten Support liegt der Schwerpunkt auf Sicherheitsupdates und der Stabilisierung des vorhandenen Systems.

Hotpatch für Azure Edition bleibt länger
Für Windows Server 2022 Datacenter: Azure Edition hat Microsoft die Hotpatch-Unterstützung bis Oktober 2027 verlängert. Registrierte Systeme können damit weiterhin monatliche Sicherheitsupdates erhalten, ohne dass für jedes dieser Updates ein Neustart notwendig ist.
Als aktuelle LTSC-Version nennt Microsoft inzwischen Windows Server 2025. Für Unternehmen ist der Wechsel in den erweiterten Support deshalb ein sinnvoller Anlass, bestehende Serverrollen, Anwendungen und Hardware auf ihre langfristige Migrationsfähigkeit zu prüfen. Ein überstürztes Upgrade nur wegen des 13. Oktober ist aber nicht nötig, solange die Umgebung weiterhin unterstützt und konsequent gepatcht wird.

Was Administratoren jetzt prüfen sollten
- Alle Windows-Server-2022-Systeme inventarisieren und Patchstand prüfen.
- Abhängigkeiten zu älteren Anwendungen, Treibern und Serverrollen dokumentieren.
- Für Systeme mit langfristiger Laufzeit eine Testmigration auf Windows Server 2025 planen.
- Backups und Wiederherstellung vor größeren Versionswechseln praktisch testen.
Wichtig bleibt außerdem, aktuelle Sonderupdates im Blick zu behalten. Microsoft hat im September mehrere Probleme in Windows- und Windows-Server-Versionen korrigiert. Gerade bei produktiven Servern sollte ein Upgrade deshalb zuerst in einer Testumgebung geprüft werden.



