Android Auto nachrüsten: Diese Möglichkeiten gibt es
Android Auto lässt sich auch in vielen älteren Fahrzeugen nachrüsten. Welche Lösung sinnvoll ist, hängt davon ab, welches Radio beziehungsweise Infotainmentsystem vorhanden ist, ob ein DIN- oder Doppel-DIN-Schacht verfügbar ist und ob Lenkradtasten oder Rückfahrkamera weiter genutzt werden sollen.
Android Auto nachrüsten: Drei gängige Wege
1. Radio gegen eine Android-Auto-Headunit tauschen
Bei vielen Fahrzeugen mit DIN- oder Doppel-DIN-Schacht ist ein Austauschradio die sauberste Lösung. Markenmodelle unterstützen Android Auto per Kabel oder drahtlos und bringen häufig DAB+, Bluetooth und Apple CarPlay mit. Für Lenkradtasten, Antenne oder Fahrzeugbus werden je nach Auto passende Adapter benötigt.
2. Fahrzeugspezifisches Retrofit-Modul verwenden
Für viele Fahrzeuge mit werksseitigem Display gibt es Nachrüstmodule, die Android Auto in das vorhandene System integrieren. Vor dem Kauf sollte exakt geprüft werden, welche Infotainment-Generation und welche Anschlüsse im Fahrzeug verbaut sind.
3. Separates Android-Auto-Display montieren
Wenn das Originalradio unangetastet bleiben soll, kann ein separates Display eine unkomplizierte Alternative sein. Die Audioausgabe erfolgt je nach Modell über AUX, Bluetooth, FM-Übertragung oder eine direkte Verbindung zum Fahrzeugradio.
Vor dem Einbau Kompatibilität prüfen
- Größe und Einbauform des Radios
- CAN-Bus- und Lenkradtasten-Adapter
- Antennenadapter und gegebenenfalls Phantomspeisung
- vorhandene Rückfahrkamera oder Parksensoren
- Mikrofon und USB-Anschluss
- kabelgebundenes oder kabelloses Android Auto
Einbau nicht unterschätzen
Bei modernen Fahrzeugen hängen Radio, Fahrzeugmenüs, Verstärker, Parksensoren und Lenkradbedienung oft zusammen. Wer sich mit Fahrzeugelektrik und Adapterbelegung nicht auskennt, sollte den Einbau von einem Fachbetrieb durchführen lassen. Vor Arbeiten an Steckern und Bordelektrik sind außerdem die fahrzeugspezifischen Herstellerhinweise zu beachten.
Was bringt kabelloses Android Auto?
Wireless Android Auto ist bequem, weil das Smartphone in der Tasche bleiben kann. Auf längeren Fahrten ist eine Ladeverbindung trotzdem sinnvoll, da Navigation, Mobilfunk und drahtlose Projektion den Akku belasten.
Wie Google Maps die Navigation auf dem Fahrzeugdisplay weiterentwickelt, erklären wir in unserem Beitrag zur Immersive Navigation in Android Auto.
Fazit
Android Auto lässt sich bei vielen älteren Autos sinnvoll nachrüsten. Am elegantesten ist meist eine passende Headunit oder ein fahrzeugspezifisches Retrofit-Modul. Entscheidend ist die Kompatibilität mit dem konkreten Fahrzeug – nicht allein das Android-Auto-Logo auf der Verpackung.



