Nachrichten aus der Computerwelt

Fujitsu Monaka startet im November: 144 Kerne für KI-Server

Fujitsu bringt seine in Japan entwickelte Server-CPU FUJITSU-MONAKA ab November 2026 weltweit auf den Markt. Der Arm-Prozessor kombiniert 144 Rechenkerne, eine 2-nm-Fertigung der CPU-Bausteine und eine maximale Taktfrequenz von 3,8 GHz. Parallel kündigt der Hersteller eigene Monaka-Server für Japan und Europa an.

Fujitsu MONAKA Serverprozessor mit 144 Kernen
FUJITSU-MONAKA. Bild: Fujitsu

Fujitsu Monaka: 144 Arm-Kerne und 3D-Stacking

Monaka nutzt eine 3D-gestapelte Chiplet-Architektur. Die Rechenkerne entstehen laut Fujitsu in 2 nm, Cache und Ein-/Ausgabe-Bereiche in 5 nm. Der Speichercontroller unterstützt DDR5 mit bis zu 8.800 MT/s. Für KI-Inferenz enthält der Prozessor spezielle Matrixbefehle und kombiniert diese mit SVE2-Vektoroperationen.

Fujitsu spricht von der doppelten KI-Inferenzleistung gegenüber anderen CPUs und einer höheren Energieeffizienz. Diese Herstellerangabe ist noch nicht durch unabhängige Benchmarks bestätigt. Interessant ist der Ansatz dennoch: Monaka soll KI-Arbeit auch ohne separate Beschleuniger in Umgebungen ermöglichen, in denen Stromversorgung, Platz oder Kühlung begrenzt sind.

Monaka-Server kommen nach Europa

Die eigenen Rackserver sollen als 1U- und 2U-Systeme angeboten werden. Die 1U-Variante kann über CDI/CXL Speicher und Beschleuniger über die Grenzen eines einzelnen Servers hinweg gemeinsam nutzen. Fujitsu nennt außerdem einen luftgekühlten Betrieb bei Umgebungstemperaturen bis 40 Grad Celsius und eine mögliche Verringerung der Kühlenergie um bis zu 80 Prozent.

  • 144 Arm-v9-Kerne
  • bis zu 3,8 GHz
  • DDR5 mit 8.800 MT/s
  • Hardwarebeschleunigung für KI-Inferenz
  • Confidential Computing über Arm CCA

Souveräne KI als Verkaufsargument

Fujitsu entwickelt und fertigt die Server in Japan und betont nachvollziehbare Lieferketten sowie den Schutz vertraulicher Daten. Als Zielgruppen nennt das Unternehmen Rechenzentren, Unternehmen, Forschung, Hochschulen und den Verteidigungsbereich. Eine vertikal integrierte Plattform soll Monaka mit Fujitsus KI-Angeboten Kozuchi und Takane verbinden.

Wie strategisch inzwischen nicht nur KI-Chips, sondern auch die zugehörigen Softwareplattformen sind, zeigt außerdem unser Bericht zur geplanten Übernahme von Hugging Face durch Nvidia. Damit wächst der Wettbewerb um komplette KI-Ökosysteme von der Hardware bis zu Modellen und Entwicklerwerkzeugen.

Details und Produktabbildungen stehen in der offiziellen Fujitsu-Pressemitteilung vom 14. September 2026. Weitere Hardware- und Branchennachrichten findest du unter Nachrichten aus der Computerwelt.

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Stefan Jäkel

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