Roblox Everywhere: Spiele starten bald direkt im Browser und später auch offline
Roblox will deutlich weniger abhängig von der eigenen Haupt-App werden. Auf der Entwicklerkonferenz RDC 2026 hat das Unternehmen Roblox Everywhere angekündigt. Creator sollen ihre Spiele künftig als eigenständige Apps verteilen können. Zusätzlich soll der Start direkt im Browser möglich werden – zunächst in Chrome und ohne vorherige Installation.

Ein Link soll künftig direkt ins Spiel führen
Bis Ende 2026 plant Roblox, Spiele über ihre jeweilige Detailseite direkt im Web startbar zu machen. Wer beispielsweise einen Link in einer YouTube-Beschreibung, bei X oder auf Discord anklickt, soll das Spiel unmittelbar in Chrome öffnen können. Weitere Browser sollen später folgen.
Für Entwickler ist das ein wichtiger Schritt: Bislang führt der Weg zu einer Roblox-Erfahrung in der Regel über die Roblox-App. Mit Roblox Everywhere wird die Plattform stärker zu einer technischen Grundlage im Hintergrund, während einzelne Spiele nach außen eigenständiger auftreten können.
Standalone-Apps für PC, Mobilgeräte und Konsolen
Roblox kündigt außerdem an, dass Creator ihre Spiele als Standalone-Apps für Mobilgeräte, PC und Konsolen bereitstellen können. Roblox liefert dabei weiterhin die zugrunde liegende Technik und die Dienste. Für Spieler kann sich dadurch der Eindruck ändern: Statt zuerst „Roblox“ zu öffnen und dort nach einem Spiel zu suchen, könnten einzelne Titel künftig wie eigenständige Spiele auf dem Gerät erscheinen.
Das dürfte vor allem erfolgreichen Roblox-Projekten helfen, eine eigene Marke aufzubauen. Gleichzeitig könnte die Einstiegshürde sinken, weil Spieler nicht mehr zwingend die komplette Plattform installieren und anschließend das gewünschte Spiel suchen müssen.
Offline-Spiel kommt 2027
Noch weiter geht eine für 2027 angekündigte Funktion: Entwickler sollen Offline-Solospiel aktivieren können. Dadurch wären etwa Einzelspieler-Kampagnen oder bestimmte Spielmodi auch ohne stabile Internetverbindung denkbar. Online- und Offline-Bestandteile sollen innerhalb desselben Spiels kombiniert werden können.
Roblox baut gleichzeitig die KI-Werkzeuge aus
Neben der neuen Verteilung erweitert Roblox seine KI-Werkzeuge. Das bereits eingeführte Tool „Build“ kann spielbare Projekte aus Texteingaben erzeugen. Nach Angaben des Unternehmens wurden damit inzwischen rund 9.000 Spiele veröffentlicht; 71 Prozent der Ersteller hätten zuvor noch nie Roblox Studio benutzt. Später soll ein Scene Generator aus Text und Referenzbildern funktionsfähige Spielumgebungen erstellen. Geplant sind außerdem KI-gesteuerte Figuren, die Spiele automatisiert testen können.
Roblox entwickelt sich damit ein Stück weit von einer geschlossenen Spieleplattform zu einem breiteren Entwicklungs- und Vertriebsökosystem. Wie offen die Standalone-Apps tatsächlich werden – etwa bei externen Stores oder zusätzlichen Schnittstellen – muss sich allerdings erst zeigen.
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