
Cyberangriff oder Server-Ausfall: Datenrettung in der IT-Notfallplanung
Wenn geschäftskritische Daten plötzlich nicht mehr erreichbar sind, wird aus einem technischen Problem schnell ein betrieblicher Notfall. Ob Ransomware, defektes Storage, versehentliches Löschen oder Serverausfall: Entscheidend ist, ob Wiederherstellung und Datenrettung vorbereitet, dokumentiert und getestet wurden.
Datenrettung in der IT-Notfallplanung: Erst Backup, dann Spezialrettung
Im Idealfall werden Daten aus einem geprüften Backup wiederhergestellt. Professionelle Datenrettung von Datenträgern oder RAID-Systemen sollte dagegen die Ausnahme bleiben – etwa wenn Backups fehlen, ebenfalls beschädigt sind oder Hardware physisch ausgefallen ist.
RTO und RPO vorher festlegen
Unternehmen sollten definieren, wie lange ein System maximal ausfallen darf (RTO) und wie viel Datenverlust akzeptabel ist (RPO). Erst daraus lässt sich ableiten, wie häufig gesichert werden muss und welche Systeme beim Wiederanlauf Priorität haben.
Bei Cyberangriffen nicht blind zurückspielen
Nach einer Kompromittierung muss vor der Rücksicherung geklärt werden, ob Backup-Stände sauber sind. Andernfalls kann Schadsoftware erneut eingespielt werden oder wichtige Spuren gehen verloren. Deshalb gehören isolierte Wiederanlaufumgebungen und klare Freigaben in den Notfallplan.
Wie getrennte Sicherungen aufgebaut werden sollten, erklären wir im Beitrag Backups für Unternehmen. Einen breiteren Überblick bietet außerdem IT-Sicherheit 2026.
Was in einen Wiederanlaufplan gehört
- Prioritäten für Systeme und Daten
- verantwortliche Personen und Vertretungen
- getrennte Zugangsdaten für Backup-Systeme
- regelmäßige Restore-Tests
- Kontaktdaten externer Dienstleister
- Dokumentation der Wiederherstellungsschritte
Fazit
Datenrettung ist Teil guter Notfallvorsorge, aber kein Ersatz für funktionierende Backups. Wer Wiederherstellung regelmäßig testet und Abläufe vor einem Vorfall festlegt, verkürzt Ausfallzeiten und reduziert das Risiko zusätzlicher Schäden.



