Nachrichten aus der Computerwelt

Plex warnt vor Sicherheitslücken: Rund 34.000 Server noch ungepatcht

Wer einen eigenen Plex Media Server betreibt, sollte die installierte Version prüfen. Plex hat Anfang September mehrere Sicherheitsprobleme geschlossen und empfiehlt ausdrücklich ein Update auf Plex Media Server 1.43.3 oder neuer. Trotzdem sind nach aktuellen Scans weiterhin Zehntausende verwundbare Installationen aus dem Internet erreichbar.

Plex nennt noch keine technischen Details

Der Hersteller veröffentlichte am 1. September eine Sicherheitswarnung für Plex Media Server bis einschließlich Version 1.43.2 sowie für ältere Plex-Desktop-Versionen. Plex spricht von mehreren Sicherheitsproblemen, hält sich mit technischen Details aber noch zurück. CVE-Kennungen seien beantragt und sollen nachgereicht werden.

Genau deshalb ist die Aktualisierung derzeit wichtiger als eine Bewertung einzelner Schwachstellen: Solange Details fehlen, lässt sich von außen nur schwer einschätzen, welche Angriffsmöglichkeiten konkrete Installationen bieten. Plex selbst rät allen Serverbetreibern und Desktop-Nutzern, möglichst schnell auf die aktuelle Version zu wechseln.

Viele Server sind weiterhin erreichbar

Nach Auswertung von Scans der Shadowserver Foundation berichtete Golem am 10. September von knapp 34.000 ungepatchten Plex-Instanzen. Ein großer Teil davon ist öffentlich aus dem Internet erreichbar. Das erhöht den Handlungsdruck, insbesondere bei Servern mit aktivierter Fernfreigabe.

Bei NAS-Systemen kann das Update verzögert im Paketmanager des jeweiligen Herstellers auftauchen. Plex weist darauf hin, dass sich die aktuelle Version bei Bedarf auch manuell installieren lässt. Nach dem Update sollte die Versionsnummer kontrolliert werden; automatische Updates allein sind keine Garantie dafür, dass ein NAS-Paket bereits auf dem neuesten Stand ist.

Weitere Meldungen zu Sicherheitsupdates findest du in unseren Nachrichten aus der Computerwelt.

Quellen

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Stefan Jäkel

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