
BSI rügt IT-Sicherheit von Gesundheitssoftware
Das BSI sieht im Gesundheitswesen weiterhin erheblichen Verbesserungsbedarf bei der IT-Sicherheit. In seiner Lagebewertung wurden zahlreiche Schwachstellen in Krankenhaus- und Patientenversorgungssystemen sowie weiteren Gesundheitsprodukten erfasst. Gerade weil Kliniken, Praxen und Dienstleister stark von funktionierender IT abhängen, können Sicherheitslücken unmittelbare Auswirkungen auf Betrieb und Versorgung haben.
BSI-Kritik an Gesundheitssoftware: Schwachstellen sind kein Einzelfall
Das BSI berichtet unter anderem von 32 in einem Projekt gefundenen Schwachstellen in Krankenhausinformationssystemen. Für Produkte im Gesundheitswesen wurden ebenfalls zahlreiche sicherheitsrelevante Beobachtungen erfasst. Das zeigt, wie wichtig regelmäßige Penetrationstests, Patchmanagement und klare Herstellerprozesse sind.
Worauf Betreiber besonders achten sollten
- Updates und Sicherheitspatches zeitnah einspielen.
- Inventar aller eingesetzten Systeme und Versionen aktuell halten.
- Schnittstellen, Benutzerrechte und Fernzugänge regelmäßig überprüfen.
- Hersteller nach Supportdauer und Schwachstellenmanagement bewerten.
- Notfall- und Wiederanlaufpläne praktisch testen.
Für kleinere Einrichtungen gelten dieselben Grundprinzipien. Unsere BSI-Tipps für Pflegedienste fassen die wichtigsten Maßnahmen praxisnah zusammen. Auch getrennte und getestete Backups gehören dazu.
Warum Gesundheitsdaten besonders schützenswert sind
Neben der Verfügbarkeit der Systeme geht es um besonders sensible personenbezogene Daten. Ein Sicherheitsvorfall kann daher gleichzeitig medizinische Abläufe, Datenschutz und Geschäftsprozesse treffen. Sicherheitsanforderungen sollten deshalb bereits bei Beschaffung und Vertragsgestaltung berücksichtigt werden.
Fazit
Die BSI-Befunde zeigen kein theoretisches Problem, sondern konkrete Schwachstellen in einer besonders sensiblen Branche. Hersteller und Betreiber müssen Patchmanagement, Tests, Zugriffsrechte und Notfallvorsorge gemeinsam verbessern.
Quelle: BSI – Lagebewertung Cybersicherheit im Gesundheitswesen



