
Prime Video wird zum Shopping-Fenster: „Shop the Show“ wächst auf 8.000 Titel
Amazon verzahnt Prime Video noch enger mit seinem Shopping-Geschäft. Die Funktion „Shop the Show“ wird in den USA von bislang rund 1.300 auf mehr als 8.000 Filme, Serien und Live-Sport-Angebote ausgeweitet. Neu hinzu kommen ein eigener Shop-Bereich in X-Ray und die Funktion „Shop the Scene“, die Produkte passend zu einzelnen Szenen finden soll.
Neuer Shop-Reiter direkt in X-Ray
Auf unterstützten Geräten erscheint innerhalb der bekannten X-Ray-Oberfläche ein zusätzlicher Shop-Reiter. Dort zeigt Prime Video Produkte an, die zum gerade laufenden Inhalt passen. Der eigentliche Kauf wird nicht auf dem Fernseher abgeschlossen: Die Auswahl wandert in die Amazon-Shopping-App auf dem Smartphone, über die der Nutzer anschließend bestellen kann.
Wenn Fernseher beziehungsweise Streaminggerät und Shopping-App mit demselben Amazon-Konto angemeldet sind, soll die App automatisch erkennen, was gerade läuft. Alternativ führt ein QR-Code auf dem Bildschirm oder die Suche nach „Shop the Show“ in der Amazon-App zur passenden Auswahl.
„Shop the Scene“ erkennt Produkte aus einzelnen Szenen
Noch einen Schritt weiter geht „Shop the Scene“. Die Funktion nutzt Amazon Lens und versucht, Gegenstände aus einer Szene zu erkennen beziehungsweise ähnliche Produkte anzubieten. Das kann etwa Kleidung einer Figur, Einrichtung oder Dekoration betreffen. Nach Angaben von Amazon steht „Shop the Scene“ zum Start in der Shopping-App für iOS und Android bei mehr als 600 Titeln bereit.
Für Deutschland bislang nicht angekündigt
Für deutsche Prime-Video-Nutzer ist die wichtigste Einschränkung: Amazon beschreibt die neuen Funktionen ausdrücklich für die USA. Sowohl der neue X-Ray-Shop als auch „Shop the Scene“ und die Erweiterung auf mehr als 8.000 Titel werden in der aktuellen Ankündigung als US-Angebot geführt. Einen Termin für Deutschland nennt Amazon nicht.
Damit bleibt die Neuerung hierzulande zunächst ein Blick darauf, wohin Amazon Prime Video entwickeln könnte. Sollte der Konzern das Konzept international ausrollen, würde sich die Streamingoberfläche deutlich stärker als bisher mit dem klassischen Amazon-Marktplatz verbinden.
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